Vorlesetag an der Lorenz-Gradl-Grundschule Untertraubenbach

Der Bundesweite Vorlesetag von Stiftung Lesen, der Wochenzeitung DIE ZEIT und der Deutschen Bahn Stiftung findet seit 2004 jedes Jahr am dritten Freitag im November statt und gilt heute als das größte Vorlesefest Deutschlands. Er will ein öffentlichkeitswirksames Zeichen für das Vorlesen setzen und so Freude am Lesen wecken. Die Vorleser an diesem Aktionstag zeigen mit viel Leidenschaft, ehrenamtlich und unentgeltlich, wie schön und wichtig Vorlesen ist. Ziel ist es, Begeisterung für das Lesen und Vorlesen zu wecken und Kinder bereits früh mit dem geschriebenen und erzählten Wort in Kontakt zu bringen.

Eine Studie rund um das Vorlesen in Deutschland ergab, dass Vorlesen einen sehr positiven Einfluss auf die Entwicklung von Kindern hat. Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wird, verfügen über einen deutlich größeren Wortschatz als Gleichaltrige. Sie haben im Schnitt bessere Noten und später mehr Spaß am Selbstlesen und im Umgang mit Texten. Um das Leseinteresse zu fördern und um auf die Wichtigkeit des Vorlesens hinzuweisen, beteiligte sich die Lorenz-Gradl-Grundschule auch heuer wieder am Bundesweiten Vorlesetag.

Wie schon im vorigen Jahr stellte sich auch heuer wieder Frau Evi Heitzer von der Buchhandlung Rupprecht als Lesepatin zur Verfügung. Sie hatte verschiedene Bücher für die unterschiedlichen Jahrgangsstufen mitgebracht und begann ihre Lesung bei den Schülern der 3. und 4. Jahrgangsstufe mit einer Kostprobe aus „Ferien im Schrank“ von Annette Roeder. Die ungewöhnliche Geschichte von Anton und seiner Schwester Ida zog die jungen Zuhörer sofort in ihren Bann: Endlich einmal sind sich Anton und seine Schwester Ida einig: Statt mit Mama und ihrem kleinen Bruder in Sommerurlaub zu fahren, wollen sie das Geld lieber in neue Möbel investieren und ihre Zimmer neu einrichten. Schweren Herzens stimmt Mama zu – nicht ahnend, auf was sie sich da einlässt. Weil Ida sich nie entscheiden kann, muss die ganze Familie zig Mal zum Umtauschen ins Möbelhaus Couch & Co. fahren. Als dann auch noch zu Hause die Kanalisation verstopft, schlägt Anton vor, doch einfach ganz ins Möbelhaus umzuziehen. Wider Erwarten stimmt Mama zu und ein ungewöhnliches Ferienabenteuer beginnt. Mit großer Aufmerksamkeit verfolgten die Kinder, was passierte. Als weiteres Buch präsentierte Frau Heitzer „Kuschelflosse – Das unheimlich geheime Zauber-Riff“ von Nina Müller: Zusammen mit seinen Freunden macht Kuschelflosse sich auf die Reise zum Zauber-Riff, nicht ahnend, welche spannenden Abenteuer auf sie dort warten. In der zweiten Unterrichtsstunde waren die Kinder der 1. und 2. Jahrgangsstufe an der Reihe. Auch sie durften die Abenteuer von Kuschelflosse und seinen Freunden miterleben. Frau Heitzer hatte aber noch ein ganz besonderes Buch für sie dabei: „Pelle zieht aus“ von Astrid Lindgren. Mit großem Interesse verfolgten die Zuhörer die Geschichte von Pelle. Dieser Junge zieht aus, weil er sich über seine Eltern geärgert hat. Pelle ist so böse auf die beiden, dass er beschließt, ab sofort in Herzhausen, dem kleinen roten Häuschen im Hof, zu wohnen. Aber Weihnachten alleine feiern macht auch keinen Spaß. Dieses Buch weckte von der ersten Minute an das Interesse aller Anwesenden. Es traf so richtig ins Schwarze und kam hervorragend bei den Kindern beider Klassen an. Die jungen Zuhörer waren begeistert und quittierten den abwechslungsreichen Vortrag der ehrenamtlichen Lesepatin mit einem kräftigen Applaus.

Schulleiterin Hildegard Braun hob die Bedeutung des Vorlesens hervor und bedankte sich bei Frau Heitzer im Namen aller Schülerinnen und Schüler und des Lehrerkollegiums mit einem kleinen Präsent für ihr Engagement. Im Rahmen der Projektwoche rund ums Lesen wurde den Leseanfängern in der 1. Jahrgangsstufe anschließend das Paket „Lesestart“ und Gutscheine für einen kostenlosen Jahresausweis der Stadtbücherei Cham überreicht.